Patientin A
 

Eine 25 Jahre alte Patientin lebte seit ihrem 18. Lebensjahr mit starken Schmerzen im Gesicht, im Kiefergelenk, im Zahnbereich, im Nacken, in den Schultern und Hüften. Auch Ohrenschmerzen, Schluckbeschwerden und Migräneanfälle traten häufig auf. Ihr Leidensweg führte die Patientin vom Internisten zum Neurologen und zum Hals-, Nasen-, Ohrenarzt. Sie fand keine Linderung: Die allgemeinmedizinische Abklärung ergab keinen konkreten Befund, die Schmerzmittel blieben wirkungslos.

Den rätselhaften Leiden auf die Spur kam erst eine Untersuchung durch den neuromuskulär tätigen Zahnarzt. Er diagnostizierte eine Kieferfehlstellung mit deutlich eingeschränkter Mundöffnung. Im Mund zeigte sich ein Fehlbiss. Bei der Inspektion der Körperhaltung fiel eine unterschiedliche Schulterhöhe auf, ein deutliches Anzeichen einer ganzkörperlichen Haltungsstörung. Jede Berührung der Kau-, Kopf- und Halsmuskulatur war für die Patientin äußerst schmerzhaft. Die Diagnose lautete eindeutig: Craniomandibuläre Dysfunktion.

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